Die IntraCor

Das neuartige IntraCor Verfahren (intrastromale Correctur) ist ein weiteres von zwei laserchirurgischen Verfahren, welches die Hornhaut im Zentrum so umgestaltet, dass zwei Brennpunktebenen auf der Netzhaut wahrgenommen werden.

Seit Juli 2008 wird eine Langzeitstudie für Deutschland an der Universität Heidelberg durchgeführt.
Inzwischen hat das IntraCor Verfahren das CE-Zeichen für die geprüfte Sicherheit erhalten.

Das CE-Zeichen des IntraCor bestätigt die Wirksamkeit der Methode, die bis zu 60 % der Nahsehschärfe wiederherstellen kann, allerdings auch hier mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit eines Kontrastsehverlustes für die Ferne, wie es allen multifokalen Systemen zu eigen ist.

Diese im Wesentlichen nicht invasive Methode beruht darauf, die biomechanischen Kräfte der Hornhaut durch hochpräzise Schnitte mit einem Femtosekunden-Laser im Inneren des Hornhautgewebes so umzulenken, dass die optischen Fähigkeiten der Hornhaut ähnlich multifocal werden, wie es der Brillenträger vergleichsweise von einer Gleitsichtbrille gewohnt ist.

Die Behandlung wird in der Hornhaut durchgeführt ohne sie zu öffnen. Der Patient ist schmerzfrei und kann nach wenigen Stunden eine bessere Sehleistung in der Nähe beobachten.

Die IntraCor Behandlung dauert ca. 20 Sekunden. Hierbei wird das Auge nur lokal mit Tropfen betäubt. Wie beim Kamra-Inlay wird nur das für das Lesen dominierende Auge behandelt.

Nach der Behandlung sieht der Patient etwas vernebelt, da die in der Hornhaut erzeugten Gasbläschen noch nicht verdunstet sind.

Manche Patienten erreichen eine so gute Nahlesefunktion, dass sie weitgehend auf eine Lesebrille im Alltag verzichten können.

Allerdings spielen auch gute Lichtverhältnisse beim Lesen eine große Rolle.

Die besten Ergebnisse werden bei Patienten erreicht, die leicht kurzsichtig sind (bis -0,75sph ohne wesentlichen Zylinder).

Die Wirksamkeit der Behandlung ist im Einzelfall nicht exakt vorhersehbar.

Als Nachteil der IntraCor Methode muss erwähnt werden, dass es bisher keine sicheren Erkenntnisse gibt, wie man den Eingriff, bei einem mit dem Ergebnis unzufriedenen Patienten, wieder rückgängig machen kann. Dies ist bei der PresbyMax® und KAMRA-Inlay® nicht der Fall. Bei diesen beiden Behandlungen kann der Abtrag wieder rückgängig gemacht bzw. das Inlay wieder entfernt werden.