Die Monovision

Die bewährteste Form der Behandlung der Alterssichtigkeit ist die sogenannte Monovision. Dabei ist das Gehirn darauf eingestellt, die Ferne mit einem Auge und die Nähe mit dem Partnerauge scharf zu stellen, ohne dass sich der Patient dessen bewusst ist. Dieser Zustand kann natürlich vorkommen und erklärt, warum ältere Menschen ohne Brille Ferne und Nähe scharf sehen.

Unser Gehirn ist in der Regel in der Lage, einen Dioptrien-Unterschied von 1dpt. zu überbrücken. Ab einem Unterschied von 2 dpt. muss mit dem Auftreten von Kopfschmerzen und anderen Sehstörungen gerechnet werden.
Diese Fähigkeit unseres Gehirns wird beispielweise auch bei der Kontaktlinsenanpassung bei alterssichtigen Patienten genutzt und sollte vor der Behandlung mit der Augenlaserbehandlung getestet werden.

Mit der Monovision erreicht man eine sehr gute Alltagssehschärfe, die oft ausreicht, um bei genügend Licht, Zeitung ohne Brille zu lesen.

Monovision bedeutet nicht die völlige Freiheit von der Brille, ermöglicht aber durch Aufsetzen einer Brille in der entsprechenden Situation, das Problem des Sehschärfen- oder Kontrastverlustes, wie er von multifokalen Systemen bekannt ist.