Augenlaser-Methoden

Über die letzten 20 Jahre, hat sich ein breites Spektrum an verschiedensten Augenlaser-Methoden entwickelt, mit dem sich die Fehlsichtigkeit erfolgreich behandeln lässt.

Welche der Augenlaser-Methoden in Ihrem Fall Sinn macht, lässt sich nur nach einer ausführlichen Untersuchung, beim Augenlaser-Chirurgen, aller Augenstrukturen und dem Ausschluss eventuell anderen Krankheiten, die das Sehen beeinflussen, entscheiden.

Man unterscheidet mehrere Augenlaser-Methoden. Auch wir setzten unterschiedliche Operationsmethoden für die verschiedenen Anforderungen der Augen und unserer Patienten ein. Die älteste Augenlasermethode ist die PRK (Photorefraktive Keratektomie). Sie nutzt den Excimer-Laser zur Korrektur der Hornhautform des Auges und wird immer noch eingesetzt. In den letzten 30 Jahren haben sich natürlich – trotz gleichbleibender Operationsmethode – die Eigenschaften des dabei eingesetzten Lasers massiv verbessert. Bisher ist PRK nicht vollständig durch die nachfolgenden Behandlungsmethoden ersetzt worden. Ihre jüngste Modifikation ist die transepitheliale PRK – auch von einigen Kollegen „no touch“ PRK / Behandlung genannt. Auch unsere Patienten profitieren von diesem Entwicklungsschritt. Andere Modifikationen der PRK wie epi-LASIK setzten zumindest wir nicht mehr ein und sehen auch kaum noch Einsatzgebiete für die die LASEK (Laser-epitheliale Keratomileusis) als andere Oberflächen-Augenlaser-Methode. Weltweit oft wird die Keratom-LASIK (Laser in situ Keratomileusis) eingesetzt. Da wir keine mechanische Klinge für Schnitte an der Hornhaut einsetzten möchten bevorzugen den Femtosekundenlaser. Diesen zusätzlichen Laser zur Trennung von Gewebsschichten in der Hornhaut des Auges nutzt man für die Femto-LASIK (LASIK ohne Messer) und die SBK-LASIK (Sub-Bowman´s-Keratomileusis) in Kombination mit dem Excimer-Laser. Für das ReLEx SMILE-Verfahren (Small Incision Lenticule Extraction) wird nur der Femtosekundenlaser eingesetzt. Unabhängig von allen Laserbehandlungen an der Hornhaut des Auges kann man Fehlsichtigkeit durch die Implantation von Linsen in das Auge korrigieren.

Wir beraten Sie gerne bei einer gründlichen Voruntersuchung für welche der Methoden Sie geeignet sind. Geben Sie uns einfach an, wo Sie gerne die Untersuchung durchführen lassen möchten. In Weilheim, München oder in Jena.

Prinzipiell birgt jede Manipulation am Auge – übrigens auch das Tragen von Kontaktlinsen – das Risiko einer bleibenden, nicht mehr reversiblen Veränderung, die die Sehschärfe nachhaltig verschlechtern kann. Vergleicht man das Risiko eines Kontaktlinsenträgers mit dem Risiko eines Patienten, der sich einer Augen-Laseroperation unterzieht, so tragen beide Patientengruppen ein vergleichbares Risiko. Bei jedem Patienten unterscheiden sich die verschiedenen Methoden in Ihrem Risiko.

Wie bei jeder Operation, muss man bei Augenlaser-Behandlungen mit dem Auftreten von Nebenwirkungen oder Komplikationen rechnen. Diese müssen selbstverständlich nicht vorkommen. Wir informieren Sie jedoch ausführlich über ihr persönliches Risiko und stehen – wenn es einmal schwierig werden sollte – mit unserer Jahrzehnte langen Erfahrung bereit um Sie dennoch an Ihr Ziel zu bringen!

Bei allen Augenlaser-Methoden unterscheiden man zwischen Komplikationen durch menschliches Versagen z.B. durch einen nicht erfahrenen Operateur oder durch ungeschultes Assistenzpersonal und durch technisches Versagen z.B. Funktionsausfall trotz Notstromaggregat, Fehler bei den Einzelkomponenten trotz der regelmäßigen vorsorgenden, medizintechnischen Wartungen (z.B. schadhaftes Keratom-Messer, Versagen der Haltehilfen durch Saugungsverlust, ungleichmäßiger Laserabtrag durch Schaden an der Optik oder dem Laserkopf). In der Regel bedeutet dies einen Abbruch der Operation zum richtigen Zeitpunkt, Wartezeit und erneute Operation.

Eine weitere Komplikation kann ein atypischer Operationsverlauf sein. Hierbei kann es sich um einen extrem ängstlichen oder unkooperativen Patienten handeln, der den Anweisungen des Operateurs oder der Assistenz nicht Folge leisten kann. Durch die Verzögerung während der Operation erfolgt eine gewisse Austrocknung der Hornhaut, was zu einem veränderten Abtragsverhalten des Excimer-Lasers führt und die Behandlungswirkung verstärkt. Ein geübtes Operationsteam, ein erfahrener Operateur und die moderne Technik des Lasers können solche Komplikationen verhindern.

Zu der am häufigsten, vorkommenden unangenehmen Nebenwirkung einer Augenlaserbehandlung, gehört das verstärkte Trockenheitsgefühl in der frühen postoperativen Phase, über die sich 10-15% unserer Patienten beschweren. Objektiv lässt sich bei 50% der Patienten ein Symptom des trockenen Auges nach LASIK-Operation nachweisen, wenngleich nicht alle dieses bemerken. Häufig leiden diese Patienten schon vor der Behandlung an trockenen Augen, da sie über lange Zeit Kontaktlinsenträger waren oder extrem viel Bildschirmarbeit in zu trockenem Arbeitsumfeld leisten.

Bis zu 4% aller Patienten, die sich einer Augenlaserbehandlung unterzogen haben, müssen damit rechnen, eine zweiten Behandlung durchführen lassen zu müssen, um das in Aussicht gestellte Ziel zu erreichen.

In der Regel handelt es sich bei Zweitoperationen nicht um die Beseitigung einer Komplikation, sondern um einen Eingriff, der die Unter- oder Überkorrektur der Dioptrien einer Erstbehandlung beseitigen soll.

Zusammenfassend lässt sich jedoch feststellen, dass bei vielen Komplikationen der Patient keine bleibende Sehminderung wahrnimmt aber in einigen Fällen die Verordnung einer zusätzlichen Sehhilfe (Brille) zur Beseitigung der verbliebenen Sehstörung hinnehmen muss. Oft können wir bereits vor der Operation den Interessenten darüber aufklären, dass die LASIK-Operation nicht in der Lage ist, die Brille komplett zu ersetzen. Seit dem Einsatz des Femtosekunden-Lasers hat sich das Sicherheitsprofil der LASIK-Operation jedoch entscheidend verbessert, da viele der früher gefürchteten Schnittkomplikationen nicht mehr auftreten.