ReLEx smile (Small Incision Lenticule Extraction) und ReLEx FLEx (Femtosekunden-Lentikelextraktion)

Die ReLEx smile – Methode ist die Weiterentwicklung ReLEx flex-Operation. Die Verfahren gehören zu den weltweit neuesten Augenlasermethoden. Eingeführt wurde die Methode 2011. Die ersten Ergebnisse von FLEx wurden bereits 2008 veröffentlicht. Bei beiden Augenlaser-Verfahren wird zunächst ein Hornhaut-Lentikel (linsenförmiges Stück der Hornhaut des Auges) mit Hilfe eines Femtosekunden-Lasers erzeugt. Die Entfernung dieses Lentikels erfolgt in einem zweiten Schritt manuell mit einer Pinzette in einem Stück – je nach Methode auf unterschiedliche Art. Ein Excimer-Laser, der bei den anderen Augenlasermethoden wie PRK, LASIK oder femto-LASIK wie Hornhautform berührungsfrei modelliert, kommt nicht zum Einsatz. ReLEx smile und ReLEx FLEx zeichnen sich also dadurch aus, dass sie mit einem Laser auskommen – dem Femtosekundenlaser.

Bei ReLEx flex wird zur Entfernung des Lentikes zunächst ein zuvor mit dem Femtosekundenlaser erzeugtes Flap (Hornhaut-Deckel) angehoben und danach der Lentikel chirurgisch entfernt. Im Unterschied dazu kommt man bei der SMILE-Methode ohne ein komplettes Flap aus. Die mechanische Entfernung des Lentikels erfolgt hier durch einen oder zwei nur wenige Millimeter große periphere Schnitte seitlich an der Vorderseite der Hornhaut des Auges – vergleichbar einem Tunnel. Auch dieser seitliche Zugang wird mit dem Femtosekundenlaser erzeugt.

Inzwischen hat sich das SMILE Verfahren gegenüber FLEx durchgesetzt. Die Zahl der durchgeführten SMILE Behandlungen wächst ständig, auch wenn immer noch weit mehr LASIK Behandlungen durchgeführt werden. SMILE ist nicht nur in Deutschland zugelassen sondern wird auch von der KRC (Kommission für refraktive Chirurgie) für einen eingeschränkten Bereich der Fehlsichtigkeit als Behandlungsoption empfohlen. Auch in den USA ist SMILE zur Behandlung seit 2016 zugelassen (FDA approves VisuMax Femtosecond Laser to surgically treat nearsightedness September 13, 2016). Die Behandlung von Weitsichtigkeit oder schwächerer Kurzsichtigkeit liegt außerhalb des Grenzbereiches der Anwendungsempfehlung der KRC. Andere Augenlasermethoden haben größere Anwendungsbereiche. Es ist und bleibt als so: Es gibt nicht eine Variante von Operation die für jeden Pateinten passt.

Die Vergleiche vom SMILE mit den anderen Augenlaser-Behandlungsmethoden (PRK, LASIK, femto-LASIK / SBK-LASIK) bezüglich von Vorteilen oder dem Vermeiden von Nebenwirkungen zeigen wechselnde Ergebnisse – je nachdem welche Studie man betrachtet. Speziell die Frage ob die SMILE Operation weniger stark die häufige Nebenwirkung aller Augenlaser-Behandlungen – das trockene Auge – nach der Operation zeigt wird kontrovers diskutiert. International sind sich Experten mit ihren Studienergebnissen uneinig bei dieser Frage. Sicher ist, dass es sich auch bei SMILE um ein zuverlässiges und sicheres Verfahren handelt, mit stabilen Ergebnissen nach der Operation. Weitere Verbesserungen der Ergebnisse erhofft man sich – besonders bei der Korrektur von Hornhautverkrümmung – wenn man auch bei dem SMILE Verfahren über Iris-Registrierung verfügt und Drehbewegungen des Auges während der Operation ausgleichen kann.

https://www.fda.gov/NewsEvents/Newsroom/PressAnnouncements/ucm520560.htm
https://www.zeiss.com/meditec/int/media-news/press-releases/us-fda-approval-visumax-smile-vision-correction-procedure-in-laser-eye-surgery.html