5Augenlaserbehandlung mit PRK

Die PRK stellt die älteste Augenlaser-Methode dar. Sie wurde 1986 zum ersten Mal an einem Patienten zur Korrektur einer Fehlsichtigkeit vorgenommen. PRK steht für Photorefraktive Keratektomie. Heutzutage wird die PRK seltener angewendet, da sie im Vergleich zur LASIK-Methode an Bedeutung verloren hat. Das liegt auch an ihren möglichen Nebenwirkungen wie Hornhauttrübung, Schmerzen nach der Operation und verzögertes Wiedererlangen der Sehschärfe für den Straßenverkehr.

PRK: Verschiedene Oberflächenbehandlungen

Eine PRK kann auf vier unterschiedliche Operationsmethoden erfolgen. Alle Augenlaserbehandlungen dieser Art laufen an der Oberfläche der Hornhaut ab und unterscheiden sich im Wesentlichen dadurch, wie das Deckhäutchen (Epithel) der Hornhaut entfernt wird.

Bei der PRK kommt ein rotierende Bürste, bei der LASIK die Ablösung durch hochprozentigen Alkohol, bei der Epi-LASIK ein Hautschaber und bei der trans-PRK berührungsfrei der Laser (no-touch PRK) zum Einsatz.

Allen genannten Varianten der PRK haben im Vergleich zur LASIK gemeinsam, dass die Phase der Abheilung schmerzhaft und das Wiederscharfsehen verzögert ist. Zudem gibt es ein relatives Risiko für Infektionen sowie für eine problematische Langzeitstabilität.

Alle oberflächlichen Augenlaser-Methoden neigen zu einer Abheilungsreaktion, die auch zu Hornhauttrübungen führen kann. Meist wird diese Hornhauttrübung vom Patienten nicht wahrgenommen, da oft nur das Kontrastsehen und nicht die absolute Sehschärfe leidet. In der Regel bildet sich diese Hornhauttrübung („Haze“) zurück. Die Überwachung in den Wochen nach der Operation muss in kürzeren Intervallen erfolgen als bei den anderen Augenlaser-Operationen. Es sind also mehr Augenarztbesuche erforderlich.

Behandlungsablauf PRK

Bei der PRK entfällt die Erzeugung eines Flaps durch einen Mikrokeratom oder durch einen zweiten Laser. Die PRK ist eine reine Oberflächenbehandlung, bei der die oberste Deckschicht – das Epithel – entfernt wird.
An der Hornhautoberfläche wird durch den Excimer-Laser eine Krümmungsveränderung durchgeführt, die die Brechkraft des Auges normalisieren soll.

Nach der Behandlung erhalten Sie eine Kontaktlinse bzw. Verbandslinse zur Schmerzlinderung und reichlich Augentropfen. Die PRK Methode ist für Patienten mit einer dünnen Hornhaut oder zur Beseitigung/Reduzierung von Hornhaut-Narben besonders geeignet.

Nach dem Abklingen der lokalen Betäubung, die das Auge während der Operation völlig schmerzfrei gehalten hat, setzen leider relativ schnell Augenschmerzen ein, die sehr stark sein können.

Der Patient bekommt nach einer PRK mehrere Schmerztabletten und auch Schlaftabletten mit nach Hause.

Nach drei Monaten können – ein unkomplizierter Verlauf ohne Hornhauttrübung vorausgesetzt – Sehschärfenwerte erreicht werden, wie sie nach einer LASIK-Operation am dritten postoperativen Tag zu erwarten sind.

Dr. Zenk und Dr. Pfäffl sind Ihre Spezialisten für Augenlaser-Operationen. Welche Technik für Sie am besten geeignet ist, können unsere Experten erst nach einer gründlichen Diagnose feststellen. Rufen Sie uns gerne jederzeit an und vereinbaren Sie einen Beratungstermin.