Neuigkeiten

VisuLASE vertraut ausgereifter Technik

Für die Augenlaserbehandlungen unserer Patienten nutzen wir nur modere Verfahren und setzen stets auf ausgereifte Technik. Um individuell auf die Bedürfnisse des Patienten eingehen zu können, haben wir uns dabei nicht auf eine Art von OP, einen Hersteller von Lasertechnologie für die Behandlung von Fehlsichtigkeiten oder einen Typ von Laser für die Augenlaserbehandlung festgelegt. Wir bevorzugen Lasertechnik deutscher Hersteller. Viele Behandlungen führen wir mit Lasern der international anerkannten deutschen Firma Schwind durch. Die kontinuierlich auf den neuesten Stand gebrachte Produktfamilie der Schwind Amaris Laser wird von führenden Spezialisten für Augenlaserbehandlungen eingesetzt und wurde schon für über 3.000.000 Behandlungen der Augen genutzt. Nicht alle Laser dieser Baureihe verfügen, so wie der von uns eingesetzte Laser, über ein Eyetracking mit über 1000 Kontrollen des Auges pro Sekunde oder die innovative SmartPuls Technologie. Gerade bei der berührungslosen TransPRK und der SmartPuls Technologie (SmartSuftACE Verfahren) beobachtet der Hersteller starke Wachstumsraten. Zu den Ergebnissen der Augenlaserbehandlung mit dem Excimer-Laser ist schon außerordentlich viel publiziert worden. Allein zum Amaris-Laser gibt es ca. 200 wissenschaftliche Veröffentlichungen die, von Experten vor Veröffentlichung begutachtet („peer-reviewed“), als besonders hochwertig gelten.

Ausgezeichnete Ergebnisse bei Nachtfahrten – Gut genug für die NASA

Amerikanische Kollegen berichten erneut von einer Simulation, die gezeigt hat, dass mit der Advanced-CustomVue-Methode (die wir auch seit Jahren einsetzen) bessere Ergebnisse bei Nachtfahrten erzielt werden können. Der Augenarzt Dr. Schallhorn veröffentliche schon 2009 entsprechende Studienergebnisse. Eine NachtfahrtSimulationsstudie war ausschlaggebend für die NASA-Zulassung der LASIK bei Astronauten. Bei dieser Untersuchung wurden video- und computergenerierte Bilder von Nachtfahrtssituationen eingesetzt, um die Fähigkeit zur Wahrnehmung und Erkennung von Objekten zu prüfen. In den Ergebnissen dieser Studie war deutlich zu erkennen, das Wahrnehmungs- und Erkennungsaufgaben nach einer Wellenfront geführten LASIK mit einem Femtosekundenlaser zur Präparation des Flaps besser bewältigt werden konnten als nach einer konventionellen LASIK mit einem mechanischen Mikrokeratom. Wie andere Laser auch – aber bei weitem nicht alle derzeit genutzen Laser – nutzt das Advanced-CustomVue-Verfahren Irisregistrierung und justiert die Behandlung auch unter Berücksichtigung von einer Verdrehung des Auges eines Patienten bei einer Augenlaser-Behandlung. Die Nutzunge dieser Technologie reduziert die Auswirkungen der Cyclorotation und hat eine präzise Veränderung der Hornhautform zur Korrektur von Fehlsichtigkeiten zur Folge. Auch minimiert die individuelle Erkenung jedes Auges das Risiko menschlicher Fehler. Auch andere Autoren (Khalifa und andere) haben beschrieben, dass eine Wellenfront geführte Behandlung des Auges mit dem Excimer Laser mit Iris Registrierung für spezielle Patienten (gemischter Astigmatismus) besser vorhersagbar, sicherer und effizienter ist als eine konventionelle Behandlung. Speziell kommt es dabei auch auf die Irisgeristierung und ihre Vorteile gegenüber einer Behandlung mit manueller Markierung an. Inzwischen setzten wir routinemäßig ein Augenverfolgungs- / Eyetraking-System bzw. eine Irisregistrierung mit einem noch größeren Leistungsumfang ein. Bei diesem beobachtet die Kamera des Eyetrackers die Position des Auges mit 1.050 Messungen pro Sekunde. Der aktive Eyetracker gleicht dabei nicht nur lineare Augenbewegungen aus. Auch horizontale und vertikale Rollbewegungen des Auges und Augenrotationen um die Sehachse können kompensiert werden. Auch werden Augenbewegungen um die Z-Achse (vor und zurück) ausgeglichen.

Referenzen: Schallhorn SC. Measuring quality of vision in LASIK: Cataract & Refractive Surgery Today. July 2009: Insert 7. Khalifa M., El-Kateb M., Shafik Shaheen M. Iris registration in wave-guided LASIK to correct mixed astigmatism. J Cataract Refract Surg 2009; 35;433-437

Stiftung Warentest zu Augenlaser-Operationen im Ausland

Finanzielle Vorteile werden mit höheren Risiken erkauft

Der begleitende deutsche Augenarzt schätzte die Aufklärung über mögliche Risiken und Spätfolgen als völlig unzureichend ein. Trotz teilweise sachlicher Information wurden wichtige Aspekte der Aufklärung – wie z. B. Risiken – weggelassen und erst beim gezielten Nachfragen besprochen: Die Testperson wurde von keinem der beiden untersuchenden Ärzte von selbst auf Blendungen, reduziertes Kontrastsehen oder eine eventuell bestehende Restfehlsichtigkeit hingewiesen.

Trotz anders lautender Werbeversprechen sprachen in beiden türkischen Laserzentren die Ärzte und Angestellten nur unzureichend Deutsch, sodass die wichtigen Gespräche – reichlich mit medizinischen Fachbegriffen ausgestattet – nur in English möglich waren. “Test” schlussfolgert: “(…) ein vertrauensvolles Arzt-Patienten-Gespräch ist fast unmöglich und eine verständliche Aufklärung über die OP und ihre Folgen kaum zu erhalten. Zudem entfallen die üblichen regelmäßigen Nachuntersuchungen.” Die türkischen Laserzentren haben es auch unterlassen auf die Kosten der Nachsorge durch das deutsche Gesundheitssystem hinzuweisen, den auch beim Kassenpatienten ist bei unkompliziertem Verlauf die Nachsorge der ersten drei Monate kostenpflichtig im Rahmen einer Individuellen Gesundheitsleistung (IGeL).

Quelle:
Test 8/2006, Seite 91

Neuer aktueller Videobeitrag: Gefahren beim Augenlasern in der Türkei, Care Vision

Augenlaserzentren in der Türkei bieten die beidseitige Korrektur der Fehlsichtigkeit schon für rund 1.000 Euro an. Dies klingt verlockend – kostet doch der gleiche Eingriff in Deutschland zwischen 2.000 und 5.000 Euro. “Test” schickte zur Beurteilung der Qualität türkischer Augenlaseranbieter einen Augenarzt nach Istanbul. Dieser erschien zu Voruntersuchungen im türkischen EyeStar Lasik-Institut und im Instanbul Cerrahi Hastanesi (Augenlaser Instanbul, u. a. Dr. Sinan Göker). In beiden Kliniken wurde die Voruntersuchung vor allem danach ausgerichtet, möglichst schnell alle notwendigen Informationen für eine LASIK-Operation zu gewinnen. Wichtige Teile der sonst üblichen umfassenden Voruntersuchung, die sich auch auf mögliche Nebenerkrankungen der anderen Augenabschnitte (Netzhaut, Glaukom) entfielen, eventuelle Risiken oder Ausschlusskriterien für die LASIK wurden nicht ermittelt, die Kriterien der für deutsche Touristen relevanten Einschränkungen und Empfehlungen der Kommission für Refraktive Chirurgie (KRC) nicht erklärt.

Stiftung Warentest zu Augenlaser-Operationen im Ausland

Finanzielle Vorteile werden mit höheren Risiken erkauft

Der begleitende deutsche Augenarzt schätzte die Aufklärung über mögliche Risiken und Spätfolgen als völlig unzureichend ein. Trotz teilweise sachlicher Information wurden wichtige Aspekte der Aufklärung – wie z. B. Risiken – weggelassen und erst beim gezielten Nachfragen besprochen: Die Testperson wurde von keinem der beiden untersuchenden Ärzte von selbst auf Blendungen, reduziertes Kontrastsehen oder eine eventuell bestehende Restfehlsichtigkeit hingewiesen.

Trotz anders lautender Werbeversprechen sprachen in beiden türkischen Laserzentren die Ärzte und Angestellten nur unzureichend Deutsch, sodass die wichtigen Gespräche – reichlich mit medizinischen Fachbegriffen ausgestattet – nur in English möglich waren. “Test” schlussfolgert: “(…) ein vertrauensvolles Arzt-Patienten-Gespräch ist fast unmöglich und eine verständliche Aufklärung über die OP und ihre Folgen kaum zu erhalten. Zudem entfallen die üblichen regelmäßigen Nachuntersuchungen.” Die türkischen Laserzentren haben es auch unterlassen auf die Kosten der Nachsorge durch das deutsche Gesundheitssystem hinzuweisen, den auch beim Kassenpatienten ist bei unkompliziertem Verlauf die Nachsorge der ersten drei Monate kostenpflichtig im Rahmen einer Individuellen Gesundheitsleistung (IGeL).

Quelle:
Test 8/2006, Seite 91

Neuer aktueller Videobeitrag: Gefahren beim Augenlasern in der Türkei, Care Vision

Augenlaserzentren in der Türkei bieten die beidseitige Korrektur der Fehlsichtigkeit schon für rund 1.000 Euro an. Dies klingt verlockend – kostet doch der gleiche Eingriff in Deutschland zwischen 2.000 und 5.000 Euro. “Test” schickte zur Beurteilung der Qualität türkischer Augenlaseranbieter einen Augenarzt nach Istanbul. Dieser erschien zu Voruntersuchungen im türkischen EyeStar Lasik-Institut und im Instanbul Cerrahi Hastanesi (Augenlaser Instanbul, u. a. Dr. Sinan Göker). In beiden Kliniken wurde die Voruntersuchung vor allem danach ausgerichtet, möglichst schnell alle notwendigen Informationen für eine LASIK-Operation zu gewinnen. Wichtige Teile der sonst üblichen umfassenden Voruntersuchung, die sich auch auf mögliche Nebenerkrankungen der anderen Augenabschnitte (Netzhaut, Glaukom) entfielen, eventuelle Risiken oder Ausschlusskriterien für die LASIK wurden nicht ermittelt, die Kriterien der für deutsche Touristen relevanten Einschränkungen und Empfehlungen der Kommission für Refraktive Chirurgie (KRC) nicht erklärt.

„In eisige Höhen“ von John Krakauer

(…) Gegen 16 Uhr 45, als ich den Balkon erreichte – dem mit 8.400 Metern höchsten Punkt des Südostgrats, auf dem ich mit Ang Dorje den Sonnenaufgang betrachtet hatte – bekam ich zunächst einmal einen Schreck, den ich stieß auf Beck Weathers, der zitternd und total verloren im Schnee dastand. Ich war davon ausgegangen, dass er bereits vor Stunden nach Camp Vier hinabgestiegen sei. „Beck!“ rief ich. „Was zum Teufel machst du denn noch hier oben?“

Beck hatte sich vor ein paar Jahren einer radialen Keratektomie unterzogen. Ein Nebeneffekt des Eingriffes, wie er gleich zu Beginn der Everest-Besteigung entdecken musste, war, dass der in großen Höhenlagen herrschende niedrige Luftdruck ihn fast blind machte. Je höher er kletterte, desto niedriger die Luftdruckverhältnisse und desto weniger konnte er sehen.

Später gestand er mir, dass, als er amNachmittag zuvor von Camp Drei auf Camp Vier stieg, „meine Sehkraft so eingeschränkt war, dass ich gerade noch einen Meter weit sehen konnte. Ich habe mich also an die Fersen von John Taske gehängt, und wenn er den Fuß gehoben hat, dann habe ich meinen genau in seinen Abdruck gesetzt“

Bob hatte bereits vorher ganz offen von seinen Augenproblemen gesprochen, aber mit dem Gipfel in greifbarer Nähe war er verständlicherweise nicht allzu scharf darauf, Rob oder auch die anderen wissen zu lassen, dass es damit immer schlimmer wurde. Ungeachtet seiner schlechten Augen war er in guter Kletterform und fühlte sich so stark wie noch nie während der Expedition, und, wie er erklärte: „Ich wollte nicht vorzeitig abspringen.“

Als er oberhalb des Südsattels durch die nächtliche Dunkelheit kletterte, hatte Beck, um mit der Gruppe Schritt zu halten zu können, die gleiche Strategie angewandt wie am Nachmittag zuvor – in die Fußabdrücke des Kletterers vor ihm zu treten. Als er jedoch den Balkon erreichte und die Sonne aufging, merkte er, dass sein Augenlicht ihn rapide verließ. Darüber hinaus hatte er sich versehentlich Eiskristalle in die Augen gerieben und sich an beiden Hornhäuten verletzt.

„Als das dann auch noch passiert ist“, erzählt Beck, „war ein Auge total verschwommen. Und da ich ja mit dem anderen ohnehin kaum sehen konnte, habe ich praktisch null Tiefenwahrnehmung gehabt. Mir ist klargeworden, dass ich, wenn ich in diesem Zustand weiterklettere, nur noch eine Gefahr für mich selbst bin oder einem anderen eine Last.“ Also habe er Rob gesagt, was los ist.

„Tut mir leid Kumpel“, beschied Rob im prompt, „du gehst nach unten. Ich wird dir ein paar Sherpas mitschicken.“ Aber Beck sträubte sich noch, seine Hoffnungen auf den Gipfel…

(Quelle: Jon Krakauer „In eisige Höhen“, S.243ff ISBN 3-89029-110-4, Piper Verlag 1998)

Den Rest der spannenden Geschichte vom todgeglaubten Beck Weathers, der sein Leben wegen schlechtem Sehens am Berg nach einer Nacht im Schneesturm auf über 8. 000 Meter Höhe und seiner unglaublichen Rettung als einer der wenigen der Rob Hall-Expedition vom 10. Mai 1996, empfehlen wir in Jon Krakauer´s Roman selbst nachzulesen.

Schlecht sehen am Berg in Schnee und Eis, in extremer Höhe und unter körperlicher Belastung am Limit kann schnell in ein Desaster ausarten. Das wissen wir nicht erst seit John Krakauer’s berühmtem Roman “Into the Air”, die empfohlene Basisliteratur für jeden Extrembergsteiger und nicht nur für denjenigen, der den Mount Everest auf dem Plan hat.

Brille und Kontaktlinse sind eine gute Alternative, dann aber am besten in mehrfacher Ausführung, da Optikerläden in abgelegenen Bergregionen üblicherweise selten sind und Naturvölker nachgewiesenermaßen bessere Fernsicht-Sehschärfe besitzen als jene, die vom Computerarbeitsplatz aus aufbrechen.

Eine Expedition in die eisigen Höhen will gut vorbereitet sein. Die Kosten für Ausrüstungsgegenstände, Anreise, Träger und Unterkunft summieren sich dabei schnell auf einen mehrstelligen Betrag. Was liegt näher, als auch die ca. 5.500 Euro für eine hochklassige Augenlaser-Operation ins Budget als kleinen Nebenposten mit aufzunehmen.

In John Krakauer’s Roman wird auch das Schicksal der Pathologen Dr. Beck Weathers geschildert, der sich in Vorbereitung seines Mount Everest Traums von seiner Fehlsichtigkeit mittels refraktiver Augenoperation entschieden hatte. Er hatte sich einer radialen Keratektomie (in Deutschland auch bekannt unter “russische Augenoperation nach Fjodorow”) unterzogen, einer Augenoperation bei der durch Schnitte an der Hornhautoberfläche die Hornhautkrümmung verändert wird. Interessierte Bergsteiger haben das Drama am Mount Everest im Mai 1996 verfolgt, das Dr. Weathers, der eine Nacht im Freiem auf über 8.000 Meter im Schneesturm mit schweren Erfrierungen überlebte, weil er seinen Gipfelanstieg wegen schlechtem Sehens hatte abbrechen müssen. In augenärztlichen Fachkreisen ist er über seine Rolle als Teilnehmer jener denkwürdigen Expedition weltweit bekannt geworden.

Unter Augenärzten ist man sich einig, dass die Sehschwankungen in extremen Höhen eher durch den verminderten Sauerstoffgehalt der Höhenluft als durch den verringerten Luftdruck bedingt ist. Die Hornhaut „atmet“ von außen durch den Sauerstoff im Tränenfilm, der von der Umgebungsluft abhängt. Deshalb ist es verständlich, dass auch die Benützung eines Sauerstoffgerätes nicht vor Sauerstoffunterversorgung der Hornhaut schützt, da die Hornhaut ihren Sauerstoffbedarf aus der Umgebungsluft deckt. Allenfalls können damit Schäden am Sehnerv und andere Effekte einer Sehverschlechterung, wie das Auftreten von Gesichtsfeldausfällen durch Sauerstoffunterversorgung des Gehirns oder durch hypoxische Netzhautblutungen verhindert werden.

Die Brechkraftschwankungen, die Dr. Weathers am Mount Everest nach einer radialen Keratektomie (RK) erlebte, tauchten bereits 1996 in der Fachliteratur auf (Mader et al. 1996). Die im Roman von Jon Krakauer berichtete Symptome der akuten Sehverschlechterung des Dr. Weathers erklären sich nicht durch die möglicherweise in die Augen geriebenen Eiskristalle. Sicherlich mag er das Gefühl einer Augenverletzung gehabt haben. Die wissenschaftliche Erklärung kann aber eine ganz andere sein. Unter Sauerstoffentzug allein, egal ob durch Höhenbergsteigen oder Dauertragen von Kontaktlinsen, kann sich eine Verdickung der Hornhaut (Hornhaut-Ödem) einstellen. Dies führt zu einer Verstärkten Krümmung der Hornhaut mit der Folge, dass man weitsichtiger wird. Auch berichten kurzsichtige Höhenbergsteiger, dass das Sehen mit zunehmenden Höhen immer besser wurde, während leicht weitsichtige, insbesondere wenn sie keine Brille tragen, in diesen Höhen plötzlich immer schlechter sehen und vor allem unter einer zunehmenden Abnahme der Nahsehschärfe leiden (Alterssichtigkeit).

Nachdem die radiale Keratektomie mehr oder weniger verlassen wurde, ist die Korrektur der Fehlsichtigkeit mit dem Excimer-Laser in den Mittelpunkt des Interesses fehlsichtiger Bergsteiger gerückt, die sich auf eine Expedition in extreme Höhe vorbereiten.

Die häufigste durchgeführte Augen-Operation zur Beseitigung der Fehlsichtigkeit ist die LASIK-Operation, weshalb Studien an Extrembergsteigern, die sich einer LASIK-Operation unterzogen haben, besonderes Interesse verdienen. In einer Studie aus dem Jahre 2003 untersuchten Tabin et al. die Sehschärfe von zwölf LASIK-Augen bei sechs Mount-Everest-Bergsteigern. Drei der Bergsteiger bemerkten keinerlei Probleme und perfektes Sehen auf dem Gipfel des Berges. Ein Bezwinger berichtete von leichtem Unscharfsehen oberhalb von 5.300 Meter, welches sich nach Höhenanpassung besserte. Zwei weitere Bergsteiger bemerkten ein deutliches unscharf Sehen auf dem Gipfel, welches sich beim Abstieg spontan normalisierte. Jenseits von 7.900 Metern sollten sich operierte Bergsteiger also auf Schwankungen in der Sehschärfe einstellen, zumal auch Normalsichtige in diesen Höhen mit Veränderungen ihres normalen Sehen konfrontiert werden. Durch die mangelnden Untersuchungsmöglichkeiten in diesen extremen Bedingungen lässt sich keine exakte Linie zwischen den Sehproblemen wie Augentrockenheit, die auch Normalsichtige in extremer Höhe erfahren und solchen, die typisch sind für Bergsteiger mit LASIK-Operation ziehen. Die Ergebnisse der Studie suggerieren eine leichte Tendenz zur Kurzsichtigkeit in extremer Höhe. Dennoch ziehen die Autoren den Schluss, dass die LASIK-Operation eine gute Option für Extrembergsteiger darstellt. Das Phänomen trockener Augen mag in extremer Höhe mit bekannter niedriger Umgebungsfeuchtigkeit auftreten, aber Bergsteiger die die 7.900 Meter Marke nicht überschreiten, mögen nach LASIK-Operation keinen signifikanten Trend zu weiderauftretenden Kurzsichtigkeit bemerken.

In der Kenntnis dieser Zusammenhänge hat sogar die NASA im Herbst 2007 die vormals rigorosen Standards für Astronauten gelockert und die Sub-Bowman´s-Keratomileusis (SBK-LASIK) für den Aufenthalt im Weltall zugelassen.

Literatur:

Mader TH, Blanton CL, Gilbert BN, Kubis KC, Schallhorn SC, White LJ, Parmley VC, Ng JD. Refractive changes during 72-hour exposure to high altitude after refractive surgery. Ophthalmology 1996; 103:1188-1195

Dimmig JW, Tabin G. The ascent of Mount Everest following laser in situ keratomileusis. J Refract Surg. 2003 Jan-Feb;19(1):48-51.

Erfahrungsbericht des Bergführers Christoph Gotschke

Ich bin Berufs-Bergführer, leidenschaftlicher Kletterer und Betreiber einer Kletterhalle. Damit dreht sich mein Alltag um Bergsport und ich tue das, was die meisten gelegentlich oder Hobby-mäßig betreiben, so gut wie jeden Tag. Über den Winter sind es viele, viele Skitouren- und Eisklettertage oder Ausbildungs- und Trainingseinheiten, im Sommer reihen sich Sportklettern, Alpinklettern und Hochtouren nahtlos aneinander. Und damit es ja nicht langweilig wird, werden noch Kletterhallenrouten geschraubt, Montagen und Wartungen durchgeführt und zu guter Letzt noch neue Routen am Fels erschlossen und geklettert.

Ich liebe dieses Leben, von einem Bürojob habe ich mich erfolgreich und so weit wie möglich ferngehalten, jeden Tag mittendrin statt nur dabei!

Natürlich bringt dieser Lebensstil auch jeden Tag Schweiß, Staub, Schmutz, Dämmerlicht, Regen, Nebel, Frost, etc. mit sich.

Und das (bis gestern!) mit Brille oder eben Kontaktlinsen. Irgendwie hatte ich mich, seit in der siebten Schulklasse die Sehhilfe für mich nötig wurde, damit abgefunden und arrangiert.

Aber irgendwie war es auch etwas, das mich Tag für Tag gestört hat, mal mehr, mal weniger.

Beschlagene oder verstaubte Brillengläser, vereistes Kontaktlinsen-Pflegemittel, verlorene und verrutschte Kontaktlinsen oder sündhaft teure Sonnenbrillen mit Schliff oder Einsatz, die Liste der Kompromisse ist lang aber lange Zeit war das eben einfach so.

Bereits vor zehn Jahren hatte ich mich über die Möglichkeit einer Augenkorrektur mit Laserbehandlung informiert, aber damals änderte sich meine Stärke noch ein wenig, die Behandlungsmethoden hörten sich, im Vergleich zu heute, noch etwas rustikal an und ich war ja auch gerade Anfang zwanzig.

Über die Jahre unterhielt ich mich aber immer mal wieder mit Patienten und Ärzten und informierte mich über die Fortschritte der Behandlungstechniken.

Jetzt, im Herbst 2013 kamen mehrere Dinge zusammen. Eine neue Brille wäre nötig geworden, wieder rund tausend Euro für eine ungeliebte Sache. Ein „Beinahe-Unfall“ durch eine beschlagene und vollgetropfte Brille. Mein kleiner Sohn war nun alt genug, um mir wirklich täglich mit Freude im Spiel die Brille vom Gesicht zu reißen und zu guter Letzt und ganz ehrlich: ein sehr gutes Geschäftsjahr hatte die geheime Spardose für diesen Zweck vervollständigt.

Am Ende lief dann alles recht zügig

Eine Bekannte empfahl mir wärmstens das AugenVersorgungsZentrum und Dr. Pfäffl, was die Orientierung im Google-Dschungel doch deutlich erleichterte.

Ein sehr ausführliches und gutes Beratungsgespräch überzeugte mich restlos in der Entscheidung, die momentan bestmögliche Behandlungsmethode zu wählen.

Und schon eine Woche später war dann der große Tag, es war wirklich noch ein Termin frei, so konnte ich mir erstens mein schönstes Weihnachtsgeschenk machen und zweitens werde ich gleich die komplette anstehende Wintersaison 13/14 „ohne“ angehen.

Offen gestanden war ich in der Woche zwischen dem letzten Beratungstermin und dem Behandlungstag aufgeregt wie selten zuvor, allerdings keine negative Aufregung, sondern eher eine Mischung aus Vorfreude, Ungeduld und Anspannung. Wie vor einer lang ersehnten anspruchsvollen Tour eben.

Am Behandlungstag selber ging`s dann zum Glück absolut zügig und reibungslos. Ehrlich gesagt gibt es zwar angenehmere Situationen wie unter dem Laser zu liegen, aber das Team um Herrn Pfäffl, die ruhige, konzentrierte Routine und Professionalität und natürlich die Schnelligkeit der Behandlung ließen keinen großen Stress entstehen.

Und der absolute Hammer kam ja direkt im Anschluss, kaum war ich aufgestanden, konnte ich den Umständen entsprechend sehr gut sehen. Natürlich war ein vollkommen normaler leichter Nebel und leichte Irritationen vorhanden, aber ansonsten konnte ich ohne Schwierigkeiten sehen und das keine Minute nach dem Laser-Eingriff!

Noch während der Heimreise und am Abend wurde es stündlich immer noch besser und jetzt, am nächsten Morgen, ich fahre gleich (selbst und ohne Brille) zur ersten Nachuntersuchung, bin ich beschwerdefrei. Bei mir sind, vermutlich durch die absolut perfekte Behandlung, Reizungen und sonstige Komplikationen ausgeblieben, lediglich um Leuchtquellen sehe ich noch einen kleinen Schimmer.

Ein Nicht-Brillenträger kann sich die Erleichterung und Freude gar nicht vorstellen, die ich momentan spüre. Und ein bisschen „das gibt’s doch gar nicht“ ist auch noch dabei.

Ich werde gleich heute Nachmittag mal intensiv testen, wie es denn so beim Klettern ist.

Zwei Wochen später, Anfang Januar

Normalerweise gewöhnt der Mensch sich ja recht schnell an Neues und was gestern noch ganz besonders war, ist heute schon selbstverständlich. In diesem Fall ist es zum Glück nicht so.

Noch immer geht morgens der erste Handgriff zum Nachttisch und sucht die Brille. Beim Rucksackpacken will man kaum glauben, dass einfach keine Hilfsmittel gebraucht werden. Und beim Outdoor-Sport, sei es Trail-Läufe, Skitouren oder Felsklettern, ist die neue Lebensqualität einfach zu eindrücklich um selbstverständlich zu sein.

Auch keinesfalls selbstverständlich war die erstklassige und professionelle Betreuung und Beratung, die ich bei Dr. Pfäffl genießen durfte, vielen Dank nochmal an dieser Stelle!

Ich wünsche allen ein Gutes Neues 2014 und immer guten Durchblick!!!

Euer C.Gotschke

Wir engagieren uns für eine bessere Augenversorgung in Tansania

Die Augenklinik in Kibosho am Kilimandscharo gibt es seit 2009. Unter der Schirmherrschaft der AKO-Traunstein und der langjährigen Aktivität des Kollegen Dr. Josef Dillinger haben wir im dortigen Krankenhaus eine augenärztliche Untersuchungs- und Behandlungsmöglichkeit für den Stamm der Chagga geschaffen. Wir haben neben anderen Spendern das augenärztliche Inventar aus Praxisauflösungen von Augenärzten aus Penzberg und Kempten gespendet. Wie auch im letzten Jahr werden wir auch dieses Jahr einen Teil unseres Urlaubes damit verbringen, während der Abwesenheit des von der AKO trainierten Dr. Christian Mlundwa die Grundversorgung aufrecht zu erhalten.

Hier geht es zur Homepage https://www.aktionskreis-ostafrika.de

Wir unterstützen und bitten Sie um Spenden für die Augenabteilung des Krankenhauses Kibosho am Kilimandscharo, Tansania, ein Projekt der AKO „Aktionskreis Ostafrika“ und die „Kinder von Cali“.

Neues zum Thema Beseitigung der Alterssichtigkeit

Das KAMRA-Hornhaut-Inlay

Für besonderes Interesse sorgten neue wissenschaftliche Ergebnisse zur Behandlung der Alterssichtigkeit. Neben den bekannten Verfahren der multifokalen Hornhaut, bei der der Patient immer einen gewissen  Kontrastverlust hinnehmen muss, steht nur mit dem KAMRA-Inlay ein Verfahren zur Verfügung, welches das Sehen in der Ferne nicht beeinträchtigt. Es funktioniert wie im fotographischen Bereich nach dem Prinzip der kleinsten Blende durch Steigerung der sog. Tiefenschärfe (ausführliches unter „Alterssichtigkeit“). Spezieller Vorteil dieser Operationsmethode ist die Tatsache, dass sie komplett reversibel ist, falls die erhoffte Wirkung nicht einsetzt oder unerwünschte Nebenwirkungen auftreten.

Neuigkeiten von der Konferenz der Laserärzte (ASCRS) in Chicago

Auf der Konferenz der American Society for Cataract and Refractive Surgery (ASCRS) wurde deutlich, dass der Siegeszug der femto-LASIK unvermindert anhält. Über 50 Prozent der amerikanischen Laser-Chirurgen nutzen diese Technik, da sie das höchste Maß an Sicherheit und Patientenkomfort bietet.

Seit Oktober 2006 dürfen auch Marinepiloten der US-Navy mit der sogenannten SBK-LASIK behandelt werden. Das SBK-Verfahren ist auch von der NASA für fehlsichtige Astronauten zugelassen worden.

Bisher wurde bei den Piloten die Photorefraktive Keratektomie (PRK) bevorzugt, da es bisher immer noch Sicherheitsbedenken bezüglich der Stabilität der Hornhaut gab. Nach einer PRK-Behandlung waren die Piloten allerdings zunächst für drei Monate vom Flugdienst suspendiert und mussten ihre Fluglizenz anschließend neu erwerben. Trotz der 25-jährigen Erfahrung mit PRK erscheint das unkalkulierbare persönliche Risiko für das Auftreten von Hornhaut-Trübungen (Haze) nicht gelöst.

Die meisten PRK-Operateure bevorzugen deshalb bereits bei der ersten Operation eine vorsorgliche Behandlung mit Mitomycin, einer zytostatischen Substanz, die in hoher Verdünnung nach der Operation auf die Hornhaut aufgebracht wird, um die überschießenden Heilungstendenzen der Hornhaut abzubremsen und damit Trübungen zu verhindern. Da Hornhauttrübungen bei LASIK eine absolute Rarität darstellen, ist hier die Gabe von Mitomycin nicht erforderlich.

Auf der Konferenz wurde berichtet, dass mit dem neuesten LASIK-Verfahren, der sogenannten SBK (Sub-Bowmanns-Keratomileusis) – eine Technik, die mit dem Femto-Sekunden-Laser möglich ist, bereits nach zehn Tagen wieder die Flugtauglichkeit erreicht wird.

Dies deckt sich mit unseren eigenen Erfahrungen, da wir die SBK-LASIK bereits seit November 2004 erfolgreich anwenden.

Auf unseren Informationsveranstaltungen können Sie sich über die verschiedenen Behandlungs-Methoden informieren.

Unsere Publikationen und Vorträge

Publikationen
Saftey limits of online optical coherence pachymetry. Pfaeffl WA; J Cataract Refract Surg. 2009 Apr;35(4):610-611J

Predictive factors of femtosecond laser flap thickness measured by online optical coherence pachymetry subtraction in sub-Bowman keratomileusis. Pfaeffl WA, Kunze M, Zenk U, Pfaeffl M, Schuster T, Lohmann C; J Cataract Refract Surg. 2008 Nov;34(11):1872-80

Vorträge
„Long Term Monitoring of Ocular Compartments after Suction with the Interface Device for the Femtosecond Laser” (ASCRS 2013 San Francisco)

„Ocular compartment shifts during the application of the femtosecond interface docking device“ (ASCRS 2011 San Diego)

“Flaporhexis” Film festival (ASCRS 2012 Chicago)

„Flaporhexis contralateral eye study“ Evaluation of different forms of creating the AMO-IntraLase femtosecond laser flap (ASCRS 2009 San Francisco)

“Compression of the cornea due to the AMO-Interface Device”(ASCRS 2009 San Francisco)

“Acute changes of corneal stroma and flap during SBK-LASIK monitored by online optical coherence pachymetry and ultrasound” (ASCRS 2008 Chicago)

“Flaporhexis, an alternative way to make the femtosecond Laser Flap” (ASCRS 2007 San Diego)