ReLEx SMILE und FLEx

Augenlasern: ReLEx smile & FLEx

Die ReLEx smile Methode ist die Weiterentwicklung ReLEx FLEx-Operation. Die Verfahren gehören zu den weltweit neuesten Augenlasermethoden. Bei beiden Augenlaser-Verfahren wird zunächst ein Hornhaut-Lentikel (linsenförmiges Stück der Hornhaut des Auges) mit Hilfe eines Femtosekunden-Lasers erzeugt. Die Entfernung dieses Lentikels erfolgt in einem zweiten Schritt manuell mit einer Pinzette. Ein Excimer-Laser, der bei den anderen Augenlasermethoden wie PRK, LASIK oder Femto-LASIK die Hornhautform ohne Berührung modelliert, kommt nicht zum Einsatz. ReLEx smile und ReLEx FLEx zeichnen sich also dadurch aus, dass sie mit nur einem Laser auskommen – dem Femtosekundenlaser.

ReLEx smile und FLEx: Behandlungsablauf

Bei ReLEx FLEx heben wir zur Entfernung des Lentikes zunächst ein zuvor mit dem Femtosekundenlaser erzeugtes Flap (Hornhaut-Deckel) an und entfernen den Lentikel dann chirurgisch. Im Unterschied dazu kommt man bei der smile-Methode ohne ein komplettes Flap aus. Die mechanische Entfernung des Lentikels erfolgt hier durch einen oder zwei nur wenige Millimeter große Schnitte seitlich an der Vorderseite der Hornhaut des Auges – vergleichbar einem Tunnel. Auch dieser seitliche Zugang wird mit dem Femtosekundenlaser erzeugt.

Vorteile der Methoden

Inzwischen hat sich das smile-Verfahren gegenüber FLEx durchgesetzt. Die Zahl der durchgeführten smile-Behandlungen wächst ständig, auch wenn immer noch weit mehr LASIK-Behandlungen durchgeführt werden. ReLEx smile ist nicht nur in Deutschland zugelassen, auch die Kommission für refraktive Chirurgie (KRC) empfiehlt diese Methode für einen eingeschränkten Bereich der Fehlsichtigkeit als Behandlungsoption. Die Behandlung von Weitsichtigkeit oder schwächerer Kurzsichtigkeit fallen laut KRC nicht in den Anwendungsbereich von ReLEx smile. In den USA ist diese Methode erst 2016 zugelassen worden – die deutschen Augenärzte waren wieder einmal innovativer! Die Vergleiche vom smile mit den anderen Augenlaser-Behandlungsmethoden bezüglich der Vorteile oder dem Vermeiden von Nebenwirkungen zeigen wechselnde Ergebnisse – je nachdem welche Studie man betrachtet. Speziell die Frage ob die smile-Operation weniger häufig zu einem trockenen Auge nach der Operation führt, wird kontrovers diskutiert. International sind sich Experten mit ihren Studienergebnissen uneinig bei dieser Frage. Sicher ist, dass es sich auch bei smile um ein zuverlässiges und sicheres Verfahren handelt, das stabile Ergebnisse liefert. Leider kann man pauschal nie sagen, welches Augenlaserverfahren für welche Fehlsichtigkeit am besten geeignet ist. Dazu gibt es zu viele individuelle Faktoren, die wir berücksichtigen müssen. Daher untersuchen Dr. Pfäffl und Dr. Zenk Sie eingehend, bevor die beiden erfahrenen Operateure eine Empfehlung für eine Behandlung aussprechen.

“Bei SMILE gibt es nichts zu lächeln” “Nothing to smile about” so lautet der Artikel eines Kenners der Refractive Augenlaser-Therapie J.Bradley Randleman (JRS Vol.32 No.7, 2016)
5 Jahre nach der Erstveröffentlichung der SMILE-Operation wird eine kritische Bewertung dieser Augenlaser-Operation vorgenommen und die Versprechungen mit denen diese angeblich modernste Augenlaser-Operation auf Ihre Nachhaltigkeit überprüft: Praktisch nichts von der anfänglichen Euphorie ist übrig geblieben! ‘SMILE’ ist ein Akronym für Small Intrastromal Lenticle Extraction. Rein theoretische Überlegungen und die Verfügbarkeit des Femtosekunden-LASERS eröffneten die Möglichkeit im Hornhaut-Gewebe einen 3-D-artigen Linsenförmigen Körper zu produzieren, der mittels kleinem Kanal aus der Hornhaut herausgezogen werden kann (Extraction). Man versprach sich davon eine höhere Stabilität der Hornhaut und eine geringere Rate an trockenen Augen nach der Operation. Nichts davon könnte in validen Doppelblindstudien wirklich als eindeutige Überlegenheit belegt werden. Refractive Augenlaser-Operationen unterliegen alle den gleichen biodynamischen und optischen Gesetzen, die uns die Natur vorgibt! Auch diesem Grund haben wir uns bei der SBK-LASIK seit Jahr und Tag verpflichtet maximal 40% der Hornhaut bei einem Lasereingriff zu verändern und sind damit über die letzten 25 Jahre gut gefahren.
Zuviel Materialabtrag von einem Gebilde – gleich wie – gefährdet die Stabilität! Eine Reihe von Publikationen belegt dies. Darüber hinaus ist die Zentrierung der Optik bei SMILE manuell durch den mehr oder weniger erfahrenen Operateur. Wir empfehlen weiterhin die elektronische Überwachung, die Jahrzehnte bewährt ist und wie sie bei der SBK-LASIK üblich ist. Auch ist die Zeit des schnellen Wieder-Scharf-Sehens aufgrund der Elektronisch gesteuerten Präzision bei der SBK-LASIK offensichtlich wesentlich schneller. Sollte wirklich eine Nachoperation nötig sein so erfolgt der Zugang von außen und oben mit den vorbestellenden Zentrierungsmaßen. Nicht zu letzt deshalb ist die SBK-LASIK eine erfolgreiche Operations-Variante wenn es darum geht das Optische Ergebnis nach einer SMILE-Operation zu verbessern.